Font Size

Cpanel

Aktuelles zum „Haus der Begegnung“

Aktuelles zum "Haus der Begegnung"

Aktuelles zum „Haus der Begegnung“

 

Nachdem die Stadtverordnetenversammlung am 20. April 2017 dem Vorschlag von Bürgermeister Thomas Groll einstimmig befürwortete und die begonnenen Planungen für eine umfassende Sanierung des „Hauses der Begegnung“ aufgrund des Vorab-Gespräches mit Vertretern der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen zunächst stoppte, wurde zwischenzeitlich durch den Magistrat ein neuer bzw. modifizierter Förderantrag für das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ eingereicht.
Dieser hat den Abriss des bisherigen Gebäudes und einen Neubau mit Gestaltung der Außenanlagen zum Inhalt. Die Kosten hierfür wurden anhand des Baukostenindex 2016 für vergleichbare Gebäude auf 5 Mio. Euro geschätzt. Bei positiver Bescheidung könnte die Kommune 75 % der förderfähigen Kosten aus Mitteln von Bund und Land erhalten.
Parallel dazu wird die Stadt Neustadt (Hessen), einem Rat aus dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz folgend, einen Förderantrag beim „Investitionspakt für soziale Infrastruktur im Quartier“ stellen. Hier würde die Förderquote sogar 90 % der förderfähigen Kosten betragen. Das Land Hessen erarbeitet gegenwärtig die Richtlinien für dieses vom Bund initiierte Programm.
Die Bescheidung beider Programme dürfte im IV. Quartal 2017 erfolgen.
Wie Bürgermeister Thomas Groll mitteilt, erarbeitet man in der Stadtverwaltung gegenwärtig bereits inhaltliche Voraussetzungen für den Förderantrag zum „Investitionspakt“.
„Wir wollen das „Haus der Begegnung“ als ein multifunktionelles Zentrum ausrichten“, erklärt der Bürgermeister. „Viele Nutzungsmöglichkeiten sollen eine hohe Auslastung nach sich ziehen. Wenn 5 Mio. Euro investiert werden, dann darf es nicht nur 15-20 Belegungen geben“, so Thomas Groll.
Der große Saal mit Bühne soll mehrfach abteilbar sein. Hier wird es Raum für kulturelle Veranstaltungen verschiedener Größen geben. Natürlich steht er auch für die Traditionsveranstaltungen der örtlichen Vereine und Familienfeiern zur Verfügung. Thomas Groll überlegt, ob zumindest Teile davon auch für Tanz oder Gymnastik genutzt werden können und welche Voraussetzungen der Bodenbelag dafür aufweisen müßte.
Dem Bürgermeister ist nicht nur für diesen Bereich des zukünftigen „Hauses der Begegnung“ das enge Miteinander mit dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und der benachbarten Martin-von-Tours-Schule wichtig. „Es gab bereits erste Gespräche mit Landrätin Kirsten Fründt, dem Schuldezernenten Marian Zachow und der Schulleitung. Natürlich könnte der große Saal als Aula für die Schule zur Verfügung stehen. Auch andere Nutzungen durch die Martin-von-Tours-Schule und die Volkshochschule sind vorstellbar“, betont Groll.
Eine diesbezügliche Anfrage des Neustädter Kreistagsabgeordneten Hans-Gerhard Gatzweiler in der letzten Sitzung des Kreistages begrüßt der Bürgermeister. „Das „Haus der Begegnung“ ist eine herausragende Aufgabe und ein Neubau böte viele Chancen für unsere Kommune. Ich bin daher froh, dass wir vor Ort bisher bei allen Entscheidungen zu diesem Thema an einem Strang und in eine Richtung gezogen haben. Ich vertraue darauf, dass dies auch weiterhin so bleibt. Ein Schlüssel dazu, ist sicher eine frühe und umfassende Information der Mandatsträger“, erklärt derBürgermeister.
Auch mit dem Hessischen Diakoniezentrum Hephata hat Thomas Groll in den letzten Tagen nochmals gesprochen. „Die angedachte Begegnungsstätte für Menschen mit und ohne Handicap ist ein wichtiger Baustein für unser Vorhaben. Hephata sieht ebenfalls die Möglichkeiten, die ein neues Gebäude bietet, insbesondere im Hinblick auf die Barrierefreiheit“, stellt Groll fest. Die Begegnungsstätte wird gerade auch für Senioren offen stehen und könnte als eine Art Caféteria für den angrenzenden Bürgerpark dienen.
Aus der Kindertagesstätte „Regenbogen“ werden die kommunale Bücherei und das Familienzentrum umziehen.
Die Bücherei will der Bürgermeister moderner ausrichten. Zudem strebt er ein eigenes Jahresprogramm mit Lesungen usw. an. Auch hier sieht er die Integrierte Gesamtschule als möglichen Kooperationspartner an.
Das Familienzentrum soll zukünftig als Angebot für die ganze Kommune und für Menschen von 0-99 wahrgenommen werden. Hebammenberatung, Angebote für Familien mit kleinen Kindern, Einbezug der kommunalen Jugendarbeit, Veranstaltungen für und mit Senioren, Gesundheitsprävention, Ehrenamt – die Themenpalette ist breit. Die Neukonzeption, das hat Bürgermeister Thomas Groll mit Landrätin Kirsten Fründt abgesprochen, werden Kommune und Landkreis gemeinsam erarbeiten.
Weiterhin soll im „Haus der Begegnung“ zukünftig Raum für Angebote der Gemeinwesenarbeit und des Quartiersmanagements sein.
Darüber hinaus, so Thomas Groll, sei zu überlegen, ob nicht auch ein Bürgerbüro eingerichtet werden kann. „Ein Hörbuch ausleihen, in der Begegnungsstätte einen Kaffee trinken und noch schnell Sperrmüll anmelden, das würde die Multifunktionalität des Gebäudes belegen“, betont der Bürgermeister.
Groll zeigt sich optimistisch, dass sein Wunschtraum eines neuen Neustädter Bürgerhauses Wirklichkeit wird. „Alles was wir vor Ort dazu beitragen können, werden wir tun. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern und mit Unterstützung des Kasseler Büros für Stadt- und Regionalplanung akp, welches das Quartiersmanagement wahrnimmt.“
Sollte einer der beiden Förderanträge zum „Haus der Begegnung“ positiv beschieden werden, dann muss die Kommune neu über die Verwendung der Gelder aus den kommunalen Investitionsprogrammen von Bund (800.000 Euro) und Land (1,43 Mio. Euro) entscheiden.
Bürgermeister Groll würde hiervon die Landesmittel in die Sanierung des Freibades investieren. Die Gelder des Bundes könnten in die Stadtentwicklung und energetische Sanierung fließen. Dadurch, dass die Kommune in das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen sei, ergäben sich auch hier vielfältige Möglichkeiten.
Zwischenzeitlich wurde seitens des Landes der Umwidmung der im Rahmen des Städtebauförderungsprogrammes „Soziale Stadt“ für die ursprünglich angedachte grundlegende Sanierung des „Hauses der Begegnung“ gewährten Fördergelder in Höhe von 1,1 Mio. Euro für einen Abriss bzw. Neubau zugestimmt. „Dies“, so Bürgermeister Thomas Groll, „ist ein erstes positives Zeichen auf dem nun eingeschlagenen Weg.“
„Die Aufnahme in die Soziale Stadt durch das Land, die letztlich auf die Einrichtung der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge zurückzuführen ist, erweist sich vielfach als Segen für unsere Stadt“, stellt Thomas Groll abschließend fest.
Erster Stadtrat Wolfram Ellenberg betont in diesem Zusammenhang den entsprechenden Einsatz des Bürgermeisters. Unmittelbar nachdem die Entscheidung zur Schaffung der EAE in der ehemaligen Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne gefallen sei, habe sich dieser auf den Weg nach Wiesbaden gemacht und die Interessen der Kommune mit Nachdruck vertreten.