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Landtagsabgeordnete Handan Özgüven informierte sich über Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement

Landtagsabgeordnete informiert sich über gemeinwesenarbeit

Landtagsabgeordnete Handan Özgüven informierte sich über Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement

 


Auf Einladung von Bürgermeister Thomas Groll informierte sich kürzlich die Landtagsabgeordnete Handan Özgüven über die Gemeinwesenarbeit für Geflüchtete (und Einheimische) und das Quartiersmanagement im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms Soziale Stadt in Neustadt.
Im „Begegnungstreff“ in der Marktstraße stellte das Team der Gemeinwesenarbeit – Annika Schlüter, Martin Methfessel und Matthias Bunzel – der Stadtallendorfer Sozialdemokratin seine Arbeit näher vor. Die drei sind beim Verein zur Förderung bewegungs- und sportorientierter Jugendsozialarbeit Marburg e.V. angestellt, den die Kommune sowohl mit der Gemeinwesenarbeit als auch in Kooperation mit dem Kasseler Büro für Stadtplanung und Regionalentwicklung akp mit dem Quartiersmanagement beauftragt hat.
Im Herbst 2015 startete man mit „Null“ und hat inzwischen Strukturen geschaffen, die auch auf übergeordneten Ebenen positive Beachtung finden. Wichtig ist dem Team ein gutes Miteinander mit den ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit Tätigen, der Erstaufnahmeeinrichtung in der ehemaligen Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne und dem Diakonischen Werk, das dort die Ehrenamtsarbeit koordiniert. Trotz der deutlich zurückgegangenen Flüchtlingszahlen gibt es immer noch genügend zu tun. Die Sprechzeiten im „Begegnungstreff“ werden rege wahrgenommen. Hilfe bei Sprachkursen, Praktika, der Arbeitsplatz- und Wohnungsuche, Behördengängen oder der Kinderbetreuung wird gesucht und dankend angenommen.
Die Mitarbeiter des bsj stellten auch Projekte wie die regelmäßigen „Länderabende“, die nun anlaufenden „Runden Tische“ zu Integrationsfragen oder den Gemeinschaftsgarten näher vor.
Handan Özgüven zeigte sich von den vielfältigen Angeboten sehr angetan und bezeichnete sie als einen wichtigen Baustein, um die Geflüchteten in unsere Gesellschaft zu integrieren.
Bürgermeister Thomas Groll hob hervor, dass die Gemeinwesenarbeit bisher vollständig vom Land Hessen finanziert wird. In seinen Augen hat die engagierte Arbeit von Annika Schlüter, Martin Methfessel und Matthias Bunzel sowie ihr vielfältiges Netzwerken entscheidend dazu beigetragen, dass Neustadt die bisherigen Herausforderungen gut meistern konnte. Er bat die Landtagsabgeordnete sich in Wiesbaden dafür einzusetzen, dass diese Förderung auch über Oktober 2018 hinaus beibehalten wird, da sie für Neustadt von besonderer Wichtigkeit sei.
bsj-Geschäftsführer Jochem Schirp verwies auf das vielfältige Miteinander mit der Kommune. Der bsj zeichnet nämlich auch für die örtliche Jugendarbeit verantwortlich. Zudem wurde ihm vom Landkreis die Schulsozialarbeit an der Martin-von-Tours-Schule übertragen. Er betonte, dass Kommune und bsj pragmatisch an die Aufgabe herangegangen seien und sich die bisherigen Ergebnisse sehen lassen könnten.
Annika Schlüter spannte den Bogen dann zum Quartiersmanagement. Das Förderprogramm ist Handan Özgüven aus der Nachbarstadt Stadtallendorf bekannt. Sie fand es bemerkenswert, dass Neustadt in das Programm aufgenommen wurde und hob die damit verbundenen Chancen für die Kommune hervor. Mit Interesse habe sie die Berichterstattung in der regionalen Presse verfolgt. Augenscheinlich werde sich bis 2025 einiges in Neustadt bewegen.
Martin Methfessel und Bürgermeister Thomas Groll erläuterten der Abgeordneten das Modellprojekt „Flüchtlinge im ländlichen Raum“ und stellten die Fahrrad- und Nähwerkstatt näher vor. Auf Interesse stießen auch der angebotene Intensivsprachkurs und das Führerscheinprojekt.
Sonja Kiefer schließlich machte Handan Özgüven mit dem Projekt „Sport und Flüchtlinge“ bekannt. Dieses Vorhaben führe auf niedrigschwellige Weise Geflüchtete und Einheimische zusammen. Wichtig sei hier das Miteinander mit der EAE und örtlichen Sportvereinen.
Handan Özgüven begrüßte die vielfältigen Aktivitäten, die Kommune, bsj und Ehrenamtler in den letzten 18 Monaten auf den Weg gebracht haben. Für eine Kleinstadt wie Neustadt sei dies sehr beachtlich. Sie wünschte allen Beteiligten eine erfolgreiche Weiterführung der Arbeit, für die sie sich gerne verwenden möchte.