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125 Jahre Wetterbeobachtung in Neustadt

125 Jahre Wetterbeobachtung in Neustadt

125 Jahre Wetterbeobachtung in Neustadt

 


Erst im Februar erhielt Frau Rita Berg für ihr 25-jähriges ehrenamt¬liches Engagement die Wetterdienstplakette verliehen. Nun wurde ein weiteres Jubiläum gefeiert. Die Niederschlagsstation Neustadt, Kreis Marburg-Biedenkopf feierte am 1. Juli 2017 ihr 125-jähriges Bestehen, davon 115 Jahre in einer Familie. Dies ist einmalig in Deutschland.

Begonnen mit den Beobachtungen hat der Lehrer Müller seit 01.07.1892 bis März 1902.
Danach übernahm der Landwirt Karl Huber – der Opa der heutigen Beobachterin - diese wichtige Beobachtertätigkeit bis Ende August 1949.
Von September 1949 bis Ende August 1990 war der Vater von Frau Rita Berg der Beobachter. Beide, Großvater und Vater von Frau Berg, hießen Karl Huber.
Während des gesamten Zeitraumes befand sich die Station in der Bahnhofstraße 11. Vom 01.09.1990 bis 31.12.1991 ruhte die Station.
Dann zog die Niederschlagsstation um in den Carl-Bantzer-Weg 15 und seit 01.01.1992 bis zum heutigen Tage beobachtet Frau Rita Berg das Wettergeschehen.
Die Niederschlagsstation in Neustadt ist eine von ca. 1800 Stationen in Deutschland und von 137 hessischen Stationen, die ehrenamtlich von engagierten Bürgerinnen und Bürgern – häufig seit Jahrzehnten- betreut werden. Im Winter werden zusätzlich zu den täglichen Niederschlagsmessungen Informationen zu den Schneeverhältnissen vor Ort nach Offenbach in die Zentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) übermittelt. Die gemessenen Daten werden vom DWD dann z.B. für die Wettervorhersage oder Gutachten bei Wetterschäden genutzt. Sie helfen aber auch, den Klimawandel in Deutschland genau zu erfassen und dessen Folgen besser einschätzen zu können.

Anlässlich des Jubiläums drehte der HR für seine Sendung „Alle Wetter“ einen kleinen erfrischenden Beitrag, der am gleichen Abend ausgestrahlt wurde.

Bürgermeister Thomas Groll brachte als weiteren Höhepunkt das „Goldene Buch“ der Stadt Neustadt (Hessen) mit. Frau Rita Berg und den Mitarbeitern des Deutschen Wetterdienstes war es eine große Ehre sich dort eintragen zu dürfen.