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Neustädter Stadtteile Mengsberg, Momberg und Speckswinkel werden Förderschwerpunkte im Dorfentwicklungsprogramm des Landes

Neustädter Stadtteile werden Förderschwerpunkte im Dorfentwicklungsprogramm

Neustädter Stadtteile Mengsberg, Momberg und Speckswinkel werden Förderschwerpunkte im Dorfentwicklungsprogramm des Landes

 

Als "Meilenstein" für die zukünftige Entwicklung von Mengsberg, Momberg und Speckswinkel bezeichnet Neustadts Bürgermeister Thomas Groll die Aufnahme der drei Stadtteile als Förderschwerpunkt im Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen. Damit gehe "ein großer Wunsch" in Erfüllung. Seit 2014 habe man bereits auf diese positive Entscheidung hingearbeitet.

Staatsministerin Priska Hinz überreichte dem Bürgermeister am 8. September 2017 in Sinn (Lahn-Dill-Kreis) im Beisein von Stadtverordnetenvorsteher Franz-W. Michels, Erstem Stadtrat Wolfram Ellenberg und der Ortsvorsteher Jörg Grasse, Karlheinz Kurz und Karl Stehl den Anerkennungsbescheid.

Hessens Umweltministerin gratulierte den Kommunalpolitikern herzlich zu der Aufnahme in das Nachfolgeprogramm der Dorferneuerung.

"Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt für Neustadts Kernstadt, Landessieger bei der Innenstadt-Offensive "Ab in die Mitte" und nun die Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm, das sind Belege für eine sehr aktive Kommune, die sich den Herausforderungen der Zukunft stellt", betonte Priska Hinz.

Bürgermeister Thomas Groll überreichte Priska Hinz als kleines "Dankeschön" eine von Kindern der Kindertagesstätte "Regenbogen" gebastelte Sonnenblume die mit dem Wappen von Borussia Dortmund dekoriert war. Die Staatsministerin, bekennender BVB-Fan, zeigte sich über das kleine Präsent begeistert und stellte ein Foto davon sofort bei Facebook ein.

Eigens nach Sinn gekommen war auch Landrätin Kirsten Fründt, die der Neustädter Delegation herzlich zur Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm gratulierte und die Unterstützung des Landkreises in den kommenden Jahren zusagte. Fründt zeigte sich davon überzeugt, dass es den engagierten Dorfgemeinschaften von Mengsberg, Momberg und Speckswinkel gelingen werde, das Motto der Bewerbung "Wir nehmen unsere Zukunft selbst in die Land" mit Leben zu erfüllen.

Bürgermeister Thomas Groll sieht durch die Entscheidung der Landesregierung nicht zuletzt die erfolgreichen Teilnahmen von Mengsberg, Momberg und Speckswinkel am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" gewürdigt. Hierdurch habe man in den Orten hervorragende Vorarbeit geleistet und viele Ideen für die kommenden Jahre entwickelt. Groll dankte den drei Ortsvorstehern für das dabei gezeigte Engagement und bezeichnete sie als "Motoren der Entwicklung vor Ort", die durch die Kommune seit 2011 mit Nachdruck unterstützt worden sei.

Der eingereichte Antrag unter dem Motto "Wir packen unsere Zukunft an", so der Bürgermeister, sei gemeinsam erarbeitet worden und basiere natürlich auf den Ergebnissen der Wettbewerbsbeiträge und beziehe aktuelle Entwicklungen wie die Erstellung eines kommunalen Altenhilfekonzeptes mit ein. Kernaussage sei, die drei Dörfer fit für die Zukunft zu machen.

Dies solle nun ab 2018 angegangen werden. Als erster Schritt müsse ein Integriertes Handlungskonzept aufgestellt werden. Dabei gelte es die Eigenheiten der drei Stadtteile zu bewahren, aber vor allem auch Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten. "Wir müssen über den jeweiligen Tellerrand hinausblicken, um erfolgreich zu sein", stellt der Bürgermeister fest.

Ziel müsse es sein Vorhaben zu entwickeln, die alle drei Stadtteile einbezögen. Thomas Groll zeigte sicher, dass dies gelingen werde. Dabei setzt er auch auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und der Region Marburger Land.

Das Dorfentwicklungsprogramm ist auf sechs Jahre ausgelegt. Über die genaue Förderhöhe sind noch keine Angaben möglich. "Vorsichtig optimistisch", so Thomas Groll gewohnt diplomatisch, gehe er aber schon von einer Million für die Neustädter Stadtteile aus. Dies werde entscheidend davon abhängen, welche Projekte man entwickle und wie diese vom Fördergeber beurteilt werden.

Positiv ist auch, dass private Sanierungsvorhaben in Mengsberg und Speckswinkel ebenfalls gefördert werden. Momberg ist hier außen vor, da dort die Dorferneuerung erst 2014 endete.

Die Ortsvorsteher Jörg Grasse, Karlheinz Kurz und Karl Stehl zeigten sich ebenfalls sehr erfreut über den Aufnahmebescheid und hoben den großen persönlichen Einsatz des Bürgermeisters im Bewerbungsprozess hervor.