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Kommunales Altenhilfekonzept

Kommunales Altenhilfekonzept

Kommunales Altenhilfekonzept

 


Was brauchen wir vor Ort? Wie können wir es umsetzen? Wer macht aktiv mit?
Nachdem am 16. August 2017 der Entwurf eines kommunalpolitischen Altenhilfekonzepts für Neustadt im „Haus der Begegnung“ vorgestellt wurde und es Impulsvorträge zur Bürgerhilfe Mardorf und dem Pflegestützpunkt Ostkreis in Stadtallendorf gab, fand am 12. September ein vertiefender Workshop statt. Bürgermeister Thomas Groll freute sich hierzu neben Kommunalpolitikern und interessierten Bürgerinnen und Bürgern auch Martina Berckhemer von der Stabsstelle Altenhilfe des Landkreises, Katja Kirscht von der Freiwilligen-Agentur Marburg-Biedenkopf und Anne Wächtershäuser von der Alzheimer Gesellschaft begrüßen zu können. Diese Institutionen waren bereits bei der Veranstaltung Mitte August mit Info-Ständen vertreten und wollen sich in den weiteren Prozess aktiv einbringen.
Bürgermeister Groll betonte in seiner Einleitung, dass die Kommune das Altenhilfekonzept mit Leben erfüllen wolle. Dazu plane er, im städtischen Haushalt 2018 den Ansatz für die Seniorenarbeit „deutlich“ zu erhöhen. Die nächsten beiden Jahre bezeichnete er als Übergangsphase. „Richtig durchstarten“ werde man dann 2020 mit der Eröffnung des Familien- und Generationenzentrums von 0-99 im (neuerbauten) „Haus der Begegnung“. Fragen der Seniorenarbeit, so Thomas Groll, spielten sowohl beim Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt als auch beim Dorfentwicklungsprogramm für die Stadtteile eine Rolle. Zunächst gelte es nun, die Situation zu analysieren und konkrete Bedürfnisse herauszuarbeiten. Wichtig sei dabei die Vernetzung mit Verbänden und Behörden sowie in diesem Bereich tätigen Pflegediensten und Einrichtungen. Unverzichtbar sei es zudem, ehrenamtlich Tätige zu gewinnen, denn nur so sei eine Verstetigung des Prozesses möglich.
Der weitere Verlauf der Zusammenkunft im „Hause der Vereine“ wurde von Städteplanerin Heike Brandt moderiert. Dabei wurden Themen wie Mobilität, Entlastung von pflegenden Angehörigen, Möglichkeiten des ehrenamtlichen Einsatzes oder regelmäßiger Mittagstisch „mit Tratsch und Information“ angesprochen.
Erster Stadtrat Wolfram Ellenberg verwies darauf, dass bereits vorhandene Angebote oftmals nicht oder nur unzureichend bekannt seien, auch hier müsse man „nacharbeiten“.
Anita Ochs teilte mit, dass sie mit weiteren Ehrenamtlern einen Mittagstisch im Zollhof plane. Der ebenfalls anwesende Pfarrer Michael Fenner begrüßte diese Ankündigung wie Bürgermeister Thomas Groll. Dieser betonte in diesem Zusammenhang, dass man als Kommune in der Seniorenarbeit keinesfalls in Konkurrenz zu den Kirchengemeinden oder Sozialverbänden treten wolle. Was gut sei, müsse fortgeführt werden. Wo es Unterstützungsbedarf gebe, müsse man sehen, wie geholfen werden könne.
Im Verlauf des Nachmittags gab es zahlreiche Anregungen. Diese müssen nun geprüft und ggf. priorisiert werden. Eine Umsetzung erster Vorhaben ist für 2018 anzustreben.
Ein weiteres Treffen ist für November 2017 vorgesehen. Hierzu wird noch eingeladen. Jeder Interessierte ist willkommen.