Am 23. Mai 1949 beschloss der Parlamentarische Rat in Bonn unter dem Vorsitz von Dr. Konrad Adenauer das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland. Dies war die „Geburtsstunde“ unseres Landes.

Im Rahmen ihrer zeitgeschichtlichen Veranstaltungsreihe möchte die Stadt Neustadt (Hessen) dieses herausragende Ereignis der (Nachkriegs-) Geschichte natürlich würdigen.

Ursprünglich hatte der langjährige Verfassungsrichter Prof. Dr. Paul Kirchhof hierzu seine Zusage erteilt. Leider musste er sich einer Operation unterziehen und kann daher im ersten Halbjahr 2019 nicht nach Neustadt kommen.

Bürgermeister Thomas Groll gelang es aber, kurzfristig einen anderen prominenten Ehrengast für einen Besuch der Junker-Hansen-Stadt zu gewinnen.

Am 20. Mai 2019, 17.00 Uhr, wird die ehemalige Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht die Festansprache im Historischen Rathaus halten.

Die Christdemokratin Christine Lieberknecht gehört dem Thüringer Landtag seit 1991 ununterbrochen an. Von 1990 bis 1992 war sie Kultusministerin. Anschließend amtierte sie bis 1994 als Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten. Nach der Landtagswahl 1994 ernannte sie Ministerpräsident Bernhard Vogel zur Ministerin für Bundesangelegenheiten in der Staatskanzlei. Von 1999 bis 2004 war Christine Lieberknecht Präsidentin des Thüringer Landtages.

Im Anschluss daran führte sie vier Jahre lang die CDU-Landtagsfraktion und wurde 2008 zur Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit ernannt. Von 2009 bis 2014 war sie Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen und zugleich Landesvorsitzende ihrer Partei. Darüber hinaus nahm bzw. nimmt sie weitere wichtige Ämter auf Landes- und Bundesebene wahr. So war sie stellvertretende Bundesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU, war Präsidentin des Kuratoriums Deutsche Einheit, gehört dem Vorstand der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur an und ist Präsidentin des Landesverbandes Thüringen im Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine.