Der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) und die Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten (VSG) haben eine umfangreiche Instandsetzung des Junker-Hansen-Turms eingeleitet. Die Maßnahme, deren Planung und Bauleitung der LBIH übernimmt, betrifft vor allem die Dacheindeckung des Hauptturmes am Wahrzeichen der Stadt Neustadt. Das Land Hessen hat dafür eine Summe von 660.000 € bewilligt. Die Sanierung soll bis Mitte 2020 abgeschlossen sein.

Eine Dacheindeckung des Hauptturmes und der vier Erkertürmchen erfolgte letztmalig 1976.  In den letzten Jahren wurden im Rahmen der Bauunterhaltung immer wieder Reparaturen an der alten Schablonendeckung durchgeführt. Mittlerweile zeigen sich an den stark verwitterten, kleinformatigen Zementfaserplatten immer mehr Rissbildungen und Fehlstellen.

Die alte Eindeckung einschließlich der Dachschalung soll nun komplett erneuert und mit Schiefer in altdeutscher Deckung ausgeführt werden. Im Zuge dieser Arbeiten werden auch die Blitzschutzanlage und die Dachentwässerung ergänzt bzw. ausgetauscht. Weiterhin soll das Arbeitsgerüst auch noch für erforderliche Holzreparatur,- Putz- und Beschichtungsarbeiten an der Fassade genutzt werden.

Der Junker-Hansen-Turm wurde als Teil der Stadtbefestigung in den Jahren 1481-1483 errichtet. Der spätgotische Turm ist ein Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung. Das weit sichtbare Wahrzeichen gilt als größter, erhaltener Fachwerk-Rundbau der Welt. Die Instandsetzung wird sein gewohntes Erscheinungsbild nicht beeinträchtigen.