Das Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“, so Bürgermeister Thomas Groll, gebe der Stadt Neustadt (Hessen) die Möglichkeit, neue Dinge auszuprobieren, um Leerstände zumindest temporär zu beseitigen oder Räumlichkeiten anderweitig zu nutzen.

Nach dem „Neu-Stadtladen“ wolle man nun ein weiteres Projekt angehen und im Historischen Rathaus am Marktplatz einen „Coworkingspace“ eröffnen.

„Diese neue Art des Arbeitens bietet zahlreiche neue Möglichkeiten der Vernetzung und der Interaktion mit Vordenkerinnen und -denkern und Innovatoren. Zugleich haben wir als Kommune die Chance, unseren Bürgerinnen und Bürgern einen wohnortnahen Arbeitsplatz zu bieten und somit neue Potentiale für Firmen und Institutionen zu schaffen, den Fachkräftemangel entgegenzuwirken“, erläutert der Bürgermeister das Vorhaben.

Für dieses „Leuchtturmprojekt“ findet ein Auftaktworkshop im historischen Rathaussaal am Mittwoch, den 2. März.2022 ab 16:00 Uhr, unter 3 G-Bedingungen statt.

Dieses Treffen wird von den Projektumsetzern der NEUEN DENKEREI und Drebes & Oertel moderiert, die bereits „Coworkingspaces“ erfolgreich umgesetzt haben.

Interessierte erfahren bei dem Workshop die wichtigsten Eckpunkte zum Projekt und arbeiten im Anschluss daran in einem interaktiven Workshopformat an Ideen, die die Grundlage für die Konzeption bildet. Ideen, Wünsche und Bedürfnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Bereich des täglichen Arbeitens spielen dabei eine wichtige Rolle.

Wer kurzentschlossen an der Zusammenkunft teilnehmen möchte ist nach den Worten von Bürgermeister Thomas Groll herzlich dazu eingeladen.

Sollten jemand vorher Fragen oder Anregungen zum Projekt haben, kann man sich gerne an die Projektumsetzerin Julia Heimeier von der NEUEN DENKEREI (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.) wenden.

„Ein Coworkingspace würde frischen Wind in das alte Gemäuer am Marktplatz bringen. Um ideale Bedingungen zu schaffen, würden wir das Trauzimmer in den unteren Saal verlegen und entsprechend gestalten“, betont Groll.

Dass im Laufe des Jahres zwei kommunale Räumlichkeiten – neben dem Saal des Historischen Rathauses noch der Gemeinschaftsraum im „Haus der Vereine“ für eine Krippengruppe“ anderweitig genutzt werden, sieht der Bürgermeister „im Ergebnis“ positiv. „Öffentliche Räume müssen genutzt werden, um eine Berechtigung zu haben. Für Vereine und andere Zusammenkünfte stehen ja noch das KuBüZ, das DGH in Momberg und der Zollhof in Speckswinkel zur Verfügung“, hebt der Bürgermeister hervor, der sich zudem gut vorstellen kann, die beiden Säle des katholischen Pfarrheimes in ein Nutzungskonzept einzubeziehen.

Foto: Hist. Rathaus