In diesen Tagen und Wochen erfahren die Menschen in der Ukraine, insbesondere aber die Kriegsflüchtlinge, viel Solidarität und Hilfe. Auch in der Neustädter Kernstadt und den Stadtteilen gibt es zahlreiche Hilfsangebote und Spenden.
Über die Kommune wurde dringend benötigter Wohnraum an den Landkreis gemeldet. Wer hier noch helfen will, kann sich an die E-Mail-Adresse
Die katholische Frauengemeinschaft St. Maria erfuhr viel Unterstützung bei der Sammlung von Kinderkleidung, Kinderwägen und Sanitärartikeln. Diese werden nun bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt.
Bürgermeister Thomas Groll und Monika Stein, Geschäftsführerin des bsj Marburg, sind sich darin einig, dass Hilfsangebote der Gemeinwesenarbeit – „Begegnungstreff“ in der Marktstraße – in dieser Zeit gerade auch ankommenden Menschen aus der Ukraine zur Verfügung stehen.
Quartiersmanagerin Svetlana Nerenberg plant mit Unterstützung des Familienzentrums und von HEPHATA in Kürze ein gemeinsames Frühstück aller in Neustadt und Umgebung bereits untergekommenen Ukrainer, um Erfahrungen auszutauschen und Netzwerke zu knüpfen.
An einem Fahrzeugkonvoi in Richtung polnisch-ukrainischer Grenze nahm in der vergangenen Woche auch das Werbemobil der Kommune teil.
Der Landkreis hat die alte Schule in Speckswinkel für die nächsten Monate zur Unterbringung ukrainischer Kriegsflüchtlinge angemietet. Am letzten Samstag trafen sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus dem Neustädter Stadtteil, darunter auch Ortsvorsteher Martin Naumann und Pfarrer Michael Fenner, auf dem Dorfplatz, um über örtliche Hilfsangebote zu sprechen und sich zu organisieren. Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow war ebenso wie Bürgermeister Thomas Groll hinzu gekommenen. Zachow erklärte die aktuelle Situation und beide Kommunalpolitiker beantworten Fragen der Anwesenden. An dem Treffen nahm auch Dieter Trümpert, Vorsitzender von WIR für UNS – Bürgerverein Neustadt e.V., teil und sagte den Einsatz des Bürgerbusses im Bedarfsfall zu.
Auch die Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete in der ehemaligen Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne ist natürlich von der aktuellen Situation betroffen. Letzte Woche erfolgten kurzfristige Verlegungen aus Gießen, um dort Platz für die große Zahl der aus Berlin eintreffenden Ukrainer zu schaffen. Dies stellt gerade das hiesige Einwohnermeldeamt vor große Herausforderungen. Bürgermeister Thomas Groll und Fachbereichsleiter Holger Michel bitten daher um Verständnis, wenn es in diesen Tagen einmal länger mit Terminen dauert und es zu Einschränkungen des Normalbetriebes kommt. Sollte der Zuwachs an Kriegsflüchtlingen unvermindert anhalten ist daran gedacht, in der EAE auch zwei Leichtbauhallen aufzustellen. Ziel ist es aber, dass Ukrainer bereits nach 72 Stunden auf die Landkreise und kreisfreien Städte zur weiteren Unterbringung aufgeteilt werden.








