Das Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt, in das die Neustädter Kernstadt Ende 2015 aufgenommen wurde, bietet für die Kommune bis 2025 zahlreiche Möglichkeiten der Weiterentwicklung. 2018 sollen neben dem Neubau des Kultur- und Bürgerhauses, der mit erheblichen Mitteln aus diesem Programm gefördert wird, weitere Vorhaben vorangebracht bzw. umgesetzt werden, so Bürgermeister Thomas Groll.

Zwischenzeitlich wurden die Machbarkeitsstudien für eine mögliche zukünftige Nutzung des Zwischenbaus des „Hauses der Vereine“ (ehemals „Schwesternhaus“), einen Kunst- und Kulturpfad und die Weiterentwicklung des Bürgerparks beauftragt. Die Arbeiten an den Studien haben bereits begonnen.

So fand kürzlich eine erste Begehung des maroden Fachwerkgebäudes durch Dipl.-Ing. Bodo Schellhorn von der „Werkhütte Kassel“ statt. Dieser verfügt über große Erfahrungen in diesem Bereich. Beispielsweise leitete er das bundesweit bekannte Projekt „Sanierung des Burghofes in Spangenberg“.

Das Künstlerpaar Marlit Peikert und Beat Hodel aus Battenberg hat mit der Bestandsaufnahme für den Kunst- und Kulturpfad begonnen. Bei einem Gespräch mit Bürgermeister Thomas Groll zeigten sie sich insbesondere von der „Neustadt in Europa“-Idee angetan und wollen nun überlegen, dieses Thema sich in dem Kunst- und Kulturpfad wiederfinden könnte.

Das Büro akp aus Kassel wird unter Einbezug des Fördervereins und interessierter Bürger*innen Ideen für den Bürgerpark entwickeln. Ein erster Austausch mit Mitgliedern des Vereinsvorstandes fand bereits statt.

Die Ergebnisse der Studien sollen im III. Quartal 2018 vorliegen und die Grundlage für das weitere Vorgehen liefern.

Zurückgestellt wurde noch die Machbarkeitsstudie zur Zukunft des Bahnhofs samt Umfeld. Entgegen erster Andeutungen zeigt die Deutsche Bahn doch kein Interesse an einer Beteiligung und versucht gegenwärtig das Gebäude zu veräußern.

Der Spielplatz in der Emil-Rössler-Straße soll im Spätsommer in einem partizipatorischen Verfahren entstehen. Konkret heißt dies, dass sich die Anwohner am Aufbau aus „natürlichen Materialien“ beteiligen sollen. Mit einem solchen Vorgehen wurden in vielen Kommunen bereits positive Erfahrungen gemacht. In Kürze wird hierzu die Ausschreibung erfolgen, um ein geeignetes Unternehmen zu finden.

Weiterhin gehen die Planungen für die Umgestaltung des Schulhofes in der Querallee in die Endphase. Hier stehen auch noch Abstimmungsgespräche mit dem Kreis an. Das Vorhaben soll ebenfalls noch 2018 angegangen werden.

Diese Auflistung, so Bürgermeister Thomas Groll, zeige auf, dass sich auch bei der Sozialen Stadt 2018 bereits vieles getan habe und noch tun werde.